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Die katholische Polizeiseelsorge bietet: Beratung und Hilfe in persönlichen Notlagen bei beruflichen Problemen bei privaten Schwierigkeiten Beistand in Trauer und Krankheit bei Ehe- und Partnerschaftskrisen nach traumatischen Erlebnisse Begleitung bei Beförderungen und Dienstjubiläen Einweihung neuer Dienststellen dienstliche und familiäre Feiern Ausbildung Berufsethische Lehrveranstaltungen an der Verwaltungsfachhochschule, Fachbereich Polizei Weiterbildung Fach- und Besinnungstage Akademie und Polizeiseminare Gestaltung von Gottesdienste und Gebetstage Wallfahrten Studienreisen Meditationstage Taufen Trauungen Beerdigungen
Für diese Aufgaben stellen die Kirchen Haupt- und Nebenamtliche Polizeidekane, Polizeipfarrer und Polizeidiakone, sowie Pastoralreferenten/innen frei. Diese werden unterstützt von engagierten Frauen und Männern im aktiven Polizeidienst, aber auch von ehemaligen Kolleginnen und Kollegen. Rufen Sie uns einfach an oder schreiben Sie uns! Natürlich sind Gespräche streng vertraulich, da wir unterliegen der Schweigepflicht und das Zeugenverweigerungsrecht besitzen. Natürlich frage ich mich, was hat Sie bewogen, mal hier reinzuschauen? Bei diesem Gedanken fiel mir die Aktivität und der Leitsatz von Walter Schilling aus Erfurt ein, sie lautet: „Es gibt Dinge im Leben, die man nur erfahren kann“. Dieser heute Achtzigjährige kettenrauchende Theologe hat 1968 die “Offene Arbeit“ in der ehemaligen DDR als einen völlig neuen Weg des Christseins eingeschlagen. Ihr Grundsatz, dass christlicher Glaube nicht zuerst aus der Predigt, sondern aus dem Vorleben und Miteinanderleben kommt, überzeugte viele Menschen. Sie wurden Christen, obwohl sie nichts mit der Kirche am Hut hatten. Sie hat eine offene Kirche überzeugt, in der sie wichtig sind und angenommen werden mit ihren besonderen Gaben. Begonnen hatte alles in einem Stall im thüringischen Braunsdorf. Den hatte der Jugendwart zusammen mit Jugendlichen ausgebaut, weil sie sonst keinen Raum hatten. Ihr Prinzip gilt bis heute: Eingeladen sind alle, die kommen wollen, um zu reden, sich aufzuwärmen oder einfach zusammen zu sein.. Sie organisierten Discos, Bibelarbeiten, Diskussionsabende, Sommerfeste.. Die Grundsätze dieser Arbeit sind aktueller denn je. Es ist zum einen die vorurteilslose Annahme des anderen, nicht zu verwechseln mit herablassender Hilfe. “Das wird von den Kanzeln tausendmal gesagt, nur muss es auch gelebt werden“, sagt Walter Schilling. Und zweitens: die Ganzheitlichkeit des Menschen. Jeder ist wichtig, jeder hat seine Gaben, und kein Mensch hat das Recht, sich über andere zu stellen – kein Papst, kein Priester, keine Pfarrerin. Wenn der Apostel Paulus schreibt: “Ihr seid alle Glieder an einem Leib“, kann dann die Hand zum Fuß sagen: “Ich bin mehr als du? fragt Schilling. Das hat für ihn mit Jesus von Nazareth zu tun, der Vorbild war und Außenseiter. Als Mensch, auch als politischer Mensch. Kein Wunder, dass die Offene Arbeit zu jener Zeit gegründet wurde, als die junge Generation rebellierte. Nicht verwunderlich auch, dass in der DDR gerade Jugendliche aus der Offenen Arbeit Motor für die Friedliche Revolution wurden. Bis heute gibt es sie. Walter Schilling schätzt: “Bei uns sind 65 % unter 27 Jahre alt. Über 80 % hatten nichts mit der Kirche am Hut“. Sie finden so über die Erfahrung mitmenschlicher Gemeinschaft und das konkrete Handeln für andere in lebenspraktischer Weise zum christlichen Glauben. Ihr Landespolizeidekan Alfred Heil |